Martin Mele

Martín Mele

Martín Mele (* 1960 in Buenos Aires)

 

EINE BIOGRAFISCHE NOTIZ

Martín Mele lebt in einem fremden Land. Wie fremd es ist, wie fern oder vertraut, weiß er nicht sicher zu sagen. Denn er lebt schon seit geraumer Zeit in der Fremde, eigentlich schon immer. Wer wie er in Argentinien geboren ist, muß mit einer gewissen Fremdheit umgehen lernen. Zumal “als Mann, der an seine Nase festgeklebt war.” Sein Vater hatte ihn spaßeshalber mit dem Poem des berühmten spanischen Dichters Quevedo vertraut gemacht und ihn so, je länger und eigenwilliger seine Nase wuchs, mit der Weltliteratur in eine besondere Verbindung gebracht.

Die Vorfahren der allermeisten Argentinier sind über das Meer ins Land gekommen. Und wollten sie wieder fort, wozu es im Laufe der Jahrhunderte wechselnde Gründe gab, mußten sie sich erneut auf ein Schiff begeben. So wurde der Hafen von Buenos Aires an der Mündung des Rio de la Plata in den Atlantischen Ozean zur Durchgangsstation der Einwanderer, wie der Auswanderer, ohne daß sie sich je begegnet wären. Die Wellen der Ankömmlinge wechselten mit denen der Abreisenden, wie Ebbe und Flut. Eines Tages, als die Nase noch nicht ganz ausgewachsen war, schiffte sich die Familie nach Europa ein, übers weite Meer in die Fremde. Amsterdam hieß das Ziel am anderen Ende des Atlantiks…

Der junge Mann, der an seine argentinische Nase geklebt war, wuchs also zwischen den Kontinenten auf. Spanien, wo er bei seinem Patenonkel Héctor Tizón, dem Schriftsteller und hochmögenden Verfassungsjuristen, der immer wenn es politisch brenzlig wurde, über das Meer exilierte, in die Lehre ging. Dann die Niederlande, Amsterdam, Arnheim und schließlich, den Rhein aufwärts, Deutschland. Die langen Schatten der Avantgarde im letzten Abendsonnenschein. Die Kunstakademie Düsseldorf am rechten Rheinufer, wo nicht weit entfernt das Geburtshaus von Harry Heine steht. Und wußte nicht, wo ihm der Kopf stand. Lüpertz, der grandioseste Darsteller des Malerfürsten am Ausgang des 20. Jahrhunderts. Mehr hier als da und wieder hier. Ein Frühreisender und Spätnomade, auch er. Wie so viele Künstlerexistenzen seiner Generation, die dem Gebot des globalen Marktes folgen. Und doch kein Heimatloser und Getriebener contre la nature. Hatte er doch von früh an gelernt, auf so etwas wie Heimat zu verzichten, um eine eigene Person auszubilden: Die schlanke, hagere Gestalt, die schulterlangen Haare, die Nase ohnehin, dazu die Tabakpfeife, die handgearbeitete Schuhe von Correa, die Maßanzüge des Schneiders Colmenares. Derart elegant betritt er das Atelier – und alle Pinsel, Tuben, Farbeimer, Müllwülste und Materialberge geben sich geschlagen.

 

Ausbildung

1985-87 Art Academy Arnheim, Netherlands
1987-90 Art Academy “P. Pueyrredón” Buenos Aires
1992-96 Kunstakademie Düsseldorf

Einzelausstellungen

2010 El archivo en la polilla/Das Archive im Wurm | Salta, Rosario, Neuquén, Ushuaia,
2008 nose-sense | Galerie Mark Müller, Zürich – Süße Alpträume | Raketenstation Hombroich – Von Menschenhand | Performance, Langen Foundation
2007 Mele vs Mele | Museo Arte Contemporaneo Oaxaca, Mexico (C) – Decorative Secretions | Jacob Karpio Gallery, Costa Rica – Kunstverein Aichach, Aichach
Performance, Kunstverein Arnsberg
2006 Guestroom | Galerie Mark Müller, Zürich – Hin und Zurück | Virtuell Visuell e.V, Dorsten (C) – Galeria Sendros with Celina Jure, Buenos Aires
2005 La revuelta de la pintura | Sala Rivadavia, Cadiz (C) – Galerie Helmut Doll, Euskirchen
2004 Fundación Proa, Buenos Aires – Mücken vor den Augen | Versandhalle, Grevenbroich (C)
2003 Argentinische Birnen | Museum Baden, Solingen – Argentinische Birnen | Delta Werk, Solingen – Galerie Christa Schübbe, Düsseldorf
2002 Museo de arte contemporáneo, Bahía Blanca, Buenos Aires (C)
2001 von Menschenhand | Performance, Museum Baden, Solingen
2000 Zugweg, Köln (C) – Performance, Onomato, Düsseldorf

Gruppenausstellungen

2008 No Country | Galerie Ebbers, Kranenburg
2006 For Painters in a Tree | Galerie Appel, Frankfurt – Gib Acht Museum Baden, Solingen
2004 Das erinnerte Haus | Folkwang Museum, Essen
2003 Städtische Galerie, Viersen
2002 Die Hafenlichtspiel-Rolle | Düsseldorf
2001 Southfirst Gallery, Brooklyn, N.Y. – Freie Wahlen | Kunsthalle Baden-Baden – Argentinier im Spiegel | Goethe Institut Berlin (C)

Er lebt und arbeitet in Buenos Aires und Düsseldorf

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Francisca López

Francisca López

 

Francisca López (* 1974 in Buenos Aires)

Im Jahr 1998 stieß Francisca López durch Zufall (oder lang es auf ihrem Weg?) auf das umfangreiche fotografische Vermächtnis den Portraitfotografen Bandi Binder. Binder, in Ungarn geboren, emmigierte nach Argentinien und erföffente in Buenos Aires ein Fotostudio, das in zu einem führenden Protraitisten seiner Zeit werden liess. Mit großem Engagement und künstlerischer Akribie widmet Lopez der Aufarbeitung und Würdiung von Binders Archiv. Es handelt sich um ein herausragendes zeitgeschichtliches Dokument einer heute schon fast untergegangenen Epoche der Argentinischen Zivilgeschichte, das sie zu eigenen künstlerischen Fotografien ermutigt und beflügelt.

Unterstützung erhält sie u.a. von der Mecenazgo Cultural (Kulturförderung) und der Beca Generación / Premios de Arte Caja Madrid

2001 realisierte sie das Fotoessay ” Puerto Madero. Construcción con despojos “. Hierfür wurde sie zur „Künstlerin des Jahres“ ausgezeichnet. Diese Arbeit ist Teil der Fotosammlung des Museo de Arte Moderno de Buenos Aires.

Von 2006 – 2009 nimmt sie am Weiterbildungsplan für Bildende Künstler im Hangar, Barcelona teil

2010 beteiligte sie sich an Workshops von Pablo Ortiz Monasterio (Fundación Foto Colectania, Barcelona), in 2004 bei Thomas Demand (Malba-Colección Costantini, Buenos Aires), 1999 bei Penelope Umbric (Centro de la Imagen, Mexico DF) und 1996 bei Alberto Goldenstein (Centro Cultural Ricardo Rojas, Buenos Aires). Weitere Arbeiten in Zusammenarbeit mit Jorge Macchi entstanden in den Jahren 2003-2004.

2012 stellt sie Ihre Bilder bei der “On Migration” Messe in Dublin, Ireland, bei der 4. Kunstausstellung in Berlin und bei der Portfolio Review / 5. European Month of Photography in der Berlinischen Galerie aus.

2013 Teilnahme an den Kursen und Programmen der Universidad Torcuato Di Tella, Buenos Aires

Francisca López lebt und arbeitet in Buenos Aires.

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Celina Jure

Celina Jure

Wir freuen uns, mit Celina Jure eine Künstlerin zur VILLA PANADERIA begrüßen zu können, die in letzter Zeit keramische Arbeiten mit ihrer großformatigen Malerei zu erstaunlichen neuen Gebilden verbindet. Sie wird die Gruppe der argentinischen Künstler, die in Düsseldorf erstmals zusammenfindet, durch ihre emphatische Kunst bereichern.

Celina Jure

Geboren 1963 in Jujuy, Argentinien. Studium an der P. Pueyrredón National School of Fine Arts Buenos Aires (Argentinien), Ecole des Beaux Arts Nîmes (Frankreich), von 1992 bis 1996 an der Kunstakademie Düsseldorf (Deutschland) bei Gotthard Graubner.

Sie hat ihre Werke in Europa, Lateinamerika und den USA gezeigt. Celina Jure hatte Ausstellungen in verschiedenen Museen und Kunstinstitutionen.

Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf.

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Robert Harte

Robert Harte

Robert Harte ist Dozent und Entwickler im Bereich Web-Entwicklung am National College of Ireland , Ibat College, Digital- Skills Academy. Darüberhinaus arbeitet er als Fotograf und Entwickler für Interaktive Anwendungen auf dem Bildschirm und ist u.a. Mitentwickler der Gepetto Training Company in Dublin.

Ein Auzug seiner Projekte:

2016
Who’s your Justice Project Dublin.

2015
Produktleiter bei einem Startup Coding Bootcamp , am Code-Institut in Dublin.

2012
Interaktionsentwickler von Titanic Quarter in Belfast, u.a. Beschäftigt im Entwicklungsbereich von interaktiven Bildschirmen für die Nomadic Ausstellung

2012
Interactivos – Science Gallery Dublin + Medialab Prado , Madrid
Eine Zusammenarbeit von Künstler und Projekte für die Hack the City Ausstellung in Dublin.

2012
Gruppenprojekt Meaning in the Mouth im Trinity College Dublin.
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